Unsere Eindrücke hier sind weiterhin sehr stark, positiv wie negativ. Manches ist sehr anstrengend (auch die Hitze um die Mittagszeit) und wir sind immer wieder froh, uns in unser Zimmer mit Klimaanlage zurückziehen zu können, wenn wir müde sind. Wir wohnen in einer kleinen Pension, deren Zimmer sich um einen Garten gruppieren. Hier ist ein richtiger Touristenort, (Badestrand und Tempelbauten (Unesco-Weltkulturerbe). Tolle Architektur aus dem 8. Jahrhundert mit großartigen Steinmetzarbeiten.

Beim Shore-Tempel, für den die Inder 10 Rupien Eintritt bezahlen, müssen wir als Westler 250 Rupien blechen, das finden wir unverschämt. An allen Ecken wird man angequatscht um etwas zu kaufen. Manchmal sprechen einen die Leute aber auch einfach so an und man hat eine nette Unterhaltung.

Am Nachmittag besichtigen wir etwas außerhalb des Orts die Pancha Pandava Rathas, Tempel und freistehende Skulpturen aus dem 7. Jahrhundert, die jeweils aus einem einzigen Felsblock gehauen wurden.
Bei einem der Tempel kommen wir mit dem indischen Führer einer spanischen Reisegruppe etwa in unserem Alter ins Gespräch, der aus Bangalore stammt, in Mumbai deutsche Literatur studiert hat, mit einem Stipendium in Freiburg war und sich an die Bächle erinnert: die Welt ist heute wirklich klein geworden ! Auf dem Rückweg, der uns an Steinmetzateliers vorbeiführt, wo wir eine fast lebensgrosse Saraswati (Göttin der Erziehung und Musik) neben einer Gandhi-Statue bewundern, bittet uns ein netter Student aus Kalkutta, der uns zuvor Sarawati erklärt hat, um unsere E-Mail-Adresse.

Es ist weiterhin superspannend für uns, gesundheitlich geht es uns gut und wir fangen an uns zu akklimatisieren. Heute Abend hatte Mia eine ayurvedische Massage, danach sehr guter Fisch (relativ teuer) im Strandrestaurant.
Viel gäbe es noch zu erzählen aus diesem verrückten Land mit seinen starken Kontrasten.
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